Weißflecken-Krankheit

Erfahren Sie mehr über Hilfe bei Weißflecken-Krankheit. Die Scheckhaut, auch Weissfleckenkrankheit oder Vitiligo genannt, wird von vielen Krankenkassen als kosmetisches Problem gesehen. Dabei ist es eine ernstzunehmende Krankheit. An der Hautklinik der Uni Erlangen gibt es eine der wenigen Anlaufstellen in Deutschland, die Patienten hilft.

Hier wird auch der Verlauf bei verschiedenen Patienten dokumentiert. Die Ursachen der Scheckhaut sind noch nicht geklärt -- erste Erkenntnisse gibt es - Dr. Anke Hartmann: „Man weiß ja mittlerweile, dass es eine genetische Grundlage dafür gibt, die irgendwann dazu führt -- spontan oder durch äußere Einflüsse --, dass die Pigmentzellen so verändert werden, dass der Körper sie als fremd anerkennt, und dann beginnt dieser autoimmune Prozess, in dem der Körper diese Pigmentzellen angreift, zerstört und so die weißen Stellen entstehen."

Sehr gute Erfahrungen hat die Medizinerin mit einer lokalen Lichttherapie gemacht. Hochdosiertes UV-Licht bringt bei vielen Patienten die Pigmentbildung wieder in Schwung. Die Krankenkassen zahlen diese Therapie nicht. Sie kommen nur dann für die Behandlung auf, wenn der ganze Körper bestrahlt wird. Diese brauchen die meisten Patienten aber nicht, da sie nur vereinzelte weiße Stellen auf der Haut haben.

Nicht bei allen Patienten ist die Lichtbehandlung erfolgreich. Denen bietet die Hautärztin eine Salbe mit dem Wirkstoff Tacrolimus an. Erfolge sind zu verzeichnen, aber nicht sicher - und auch diese Therapie wird nicht von den Kassen übernommen.