Vorhofflimmern erhöht Risiko für Schlaganfall

Erfahren Sie mehr über Schlaganfall durch Vorhofflimmern. Kann das Blut nicht mehr ungehindert durch die Gefäße strömen oder hat das Blutgefäß ein Leck, weil es möglicherweise beschädigt ist, können diese beiden Umstände zu einer Schädigung des Gehirn führen. Generell wird zwischen zwei Arten von Schlaganfällen unterschieden: dem hämorrhagischen und dem ischämischen Schlaganfall.

Dabei wird ein hämorrhagischer (auch blutender) Schlaganfall von einem blutenden Gefäß im Gehirn ausgelöst. Anders geht es dagegen bei dem am häufigsten vorkommenden Art von Schlaganfällen, dem ischämischen, zu. Dieser ist für immerhin 85 Prozent aller Schlaganfälle verantwortlich. Hier ist es ein Gerinnsel im Blutgefäß, welches den Sauerstofftransport zum Gehirn behindert und dadurch eine Mangelversorgung der Gehirnzellen mit Sauerstoff verursacht. Ein derartiges Blutgerinnsel kann im Gehirn entstanden sein oder aber von einem anderen Ort im Körper zum Gehirn transportiert worden sein. Hält die Unterbrechung der Sauerstoffversorgung im Gehirn an, können die dortigen Nervenzellen dauerhaft beschädigt werden. 

Schätzungen zufolge beläuft sich die Häufigkeit von Schlaganfällen auf nahezu zehn Millionen Fälle in Europa. Eine Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verzeichnete allein im Jahr 2004 zwei Millionen Schlaganfälle in Europa. Dem stehen zum europaweiten Vergleich knapp drei Millionen Krebsfälle im selben Jahr gegenüber. Eine andere Untersuchung hat gezeigt, dass sowohl für Männer als auch für Frauen das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, mit zunehmendem Alter steigt. Trotzdem erleiden etwa 25 Prozent der unter 65 Jährigen einen Schlaganfall. Unabhängig vom Alter und der Nationalität erleiden laut einer Studie der WHO Männer häufiger einen Schlaganfall als Frauen.

Das Ausmaß der Folgen eines Schlaganfalles ist meist schwerwiegend. Immerhin zählen Schlaganfälle zu einer der Hauptursachen von Langzeitbehinderungen. Jedes Jahr haben fünf Millionen Betroffene mit einer lebenslangen Behinderung zu kämpfen. Dabei kann ein Schlaganfall nahezu alle körperlichen und geistigen Funktionen beinträchtigen. Plötzlich fällt es dem Betroffenen schwer, morgens aus dem Bett zu kommen, kurze Fußwege zurückzulegen und alltägliche Aufgaben zu bewältigen. Neben der Sprache und den körperlichen Funktionen kann ein Schlaganfall auch mentale Folgen mit sich ziehen.