Vitiligo (Weißfleckenkrankheit)

Erfahren Sie mehr über Ursachen und Behandlung von Weißfleckenkrankheit. Die Vitiligo ist eine nicht ansteckende Pigmentstörung der Haut. An den betroffenen Stellen entstehen weiße, scharf begrenzte Flecken, die sich im Laufe der Zeit meist vergrößern.

Vitiligo beruht auf einer zunehmenden Zerstörung an Pigmentzellen (Melanozyten) der Haut und Schleimhaut. Sie geben der Haut durch Produktion des Farbstoffes Melanin normalerweise ihre typische Färbung.

Vitiligo ist chronisch und schreitet meist fort, da immer mehr der Farbstoff produzierenden Pigmentzellen (Melanozyten) absterben. Der Grund dafür ist nicht vollständig geklärt. Wahrscheinlich greift das eigene Immunsystem der Betroffenen die Pigmentzellen an. Etwa drei von zehn Betroffenen haben weitere Familienangehörige, bei denen sich die Weißfleckenkrankheit zeigt. Ärzte gehen davon aus, dass die Veranlagung für Vitiligo vererbt wird. Stress oder zu starkes Sonnenlicht kann die Entstehung der Vitiligo begünstigen. Selten betrifft Vitiligo auch das Auge und das Innenohr.

Vitiligo ist nicht heilbar. Doch es gibt verschiedene Therapiemöglichkeiten. Sie können das Fortschreiten der Krankheit bremsen und an den weißen Hautstellen die Neubildung von Melanin fördern. Ob das gelingt und ob die neu gebildeten Pigmente dauerhaft erhalten bleiben, ist allerdings im Einzelfall nicht vorhersagbar. Bei vielen Patienten fällt der kosmetische Effekt der Vitiligo-Therapie leider unbefriedigend aus.

Patienten sollten am besten ausführlich mit ihrem Arzt besprechen, welche Behandlung im individuellen Fall am aussichtsreichsten erscheint – und welche Vor- und Nachteile die Therapie haben kann. Mögliche Nebenwirkungen und Risiken müssen vor allem bei der Langzeitanwendung bestimmter Verfahren berücksichtigt werden.