Vakuumbiopsie (Röntgengesteuerte Brustbiopsie)

Während der Durchführung der röntgengesteuerten Vakuumbiopsie liegen die Betroffenen mit dem Bauch auf einem speziellen Untersuchungstisch. Die zu untersuchende Brust ist dabei in einer dafür vorgesehenen Öffnung des Tischs fixiert. Mithilfe einer Röntgenaufnahme aus verschiedenen Richtungen (Stereotaxie) lässt sich die genaue Lage der Gewebeveränderung ermitteln (daher auch die Bezeichnung stereotaktische Vakuumbiopsie). Nach einer örtlichen Betäubung (Lokalanästhesie) wird die Hohlnadel durch einen vier bis fünf Millimeter langen Schnitt genau in die berechnete Stelle der Brust eingeführt. 

Ein Unterdruck (Vakuum) saugt das Gewebe in die Nadel ein und kleine Messer in der Nadel schneiden das eigesaugte Gewebe ab. Anschließend sorgt eine Druckveränderung für den Transport der Gewebeprobe durch die Hohlnadel in eine Öffnung in der Nadelmitte, aus der sich das Gewebe mit einer Pinzette entnehmen lässt. Die Nadel ist bei der Gewebeentnahme um die eigene Achse drehbar, sodass die Vakuumbiopsie es ermöglicht, mehrere (10 bis 20) bis zu zwei Zentimeter große, zylinderförmige Gewebeproben von der betroffenen Stelle und deren Umgebung zu entnehmen. Dadurch ist die diagnostische Sicherheit der Vakuumbiopsie wesentlich erhöht. Die röntgengesteuerte Vakuumbiopsie ist auch im Sitzen an einem speziellen Mammographiegerät möglich.