Strahlentherapie bei Brustkrebs

Erfahren Sie mehr über Strahlentherapie bei Brustkrebs. Die Strahlentherapie stellt zusammen mit der Operation sowie der Chemo- und Hormontherapie die wichtigste Behandlungsmodalität in der Therapie des Brustkrebses dar. Eine Strahlentherapie wird immer dann bei Brustkrebs durchgeführt, wenn nach einer Operation ein erhöhtes Risiko besteht, dass der Tumor durch ein erneutes Wachstum im Bereich der Brust, der Brustwand oder der Lymphknoten wieder auftreten kann, was man „Rezidiv“ nennt. Auslöser eines erneuten Tumorwachstums sind in der Brust/Brustwand oder den Lymphknoten verbliebene vereinzelte (okkulte) Tumorzellen. Je nach individueller Risikokonstellation und therapeutischem Vorgehen ist dies bei etwa 40 % aller Patientinnen der Fall. Bisher gibt es keine Untersuchungsmethode, um diese vereinzelten Tumorzellen sichtbar zu machen oder genau vorauszusagen, ob ein Rezidiv auftreten wird. In sehr großen wissenschaftlichen Untersuchungen wurde zweifelsfrei nachgewiesen, dass eine zusätzliche Strahlentherapie bei erhöhtem Rezidivrisiko das Krebsrückfallrisiko im Bereich der Brust/Brustwand und der Lymphabflusswege signifikant reduziert und dass durch die Verhinderung einer späteren Tumorzellaussaat das Gesamtüberleben verbessert wird.