Risiken und Auswirkungen des Kaiserschnitts

Erfahren Sie mehr über Risiken beim Kaiserschnitt. Eine Darmflora, die in ausreichendem Maße mit guten Bakterien besiedelt ist, ist wichtig für ein funktionierendes Immunsystem. Während des natürlichen Geburtsvorgangs kommen Babys mit den mütterlichen Bakterien in Kontakt, was ihnen hilft, eine gute Darmflora aufzubauen. Bei Kaiserschnittbabys ist das nicht der Fall. 

Die Entscheidung, ob ein Wunschkaiserschnitt gemacht werden soll, liegt letztendlich allein bei der werdenden Mutter und sollte von ihr von ganzem Herzen getroffen werden. Daher ist es für die Schwangere wichtig, alle Argumente für eine normale Geburt und für einen Kaiserschnitt entsprechend ihrer persönlichen Situation gegeneinander abzuwägen und kritisch zu überdenken.

Vor allem, wenn die Entscheidung für einen Kaiserschnitt erst unter der Geburt getroffen wird, können die Angst um ihr Kind sowie die unerwartete Operation und das fehlende oder negative Geburtserlebnis die Eltern und insbesondere die Mutter psychisch stark belasten. Auch hier sind ausführliche Gespräche mit Arzt oder Hebamme sehr wichtig, um Unklarheiten zu beseitigen und damit das Erlebte möglichst gut zu verarbeiten. Zusätzlich werden an verschiedenen Stellen, wie in Krankenhäusern, in Hebammenzentren oder bei Psychologen, Kaiserschnittgruppen geführt, in denen Betroffene sich austauschen können.

Besonders an den ersten beiden Tagen nach einem Kaiserschnitt ist die Mutter durch die Bauchwunde oft noch nicht in der Lage, ihr Kind alleine zu versorgen. Sie ist auf die Hilfe von nahestehenden Personen oder Krankenschwestern angewiesen. Verlief der Kaiserschnitt komlikationslos, ist sie etwa nach dem dritten Tag mobiler. Nach spätestens einer Woche können Mutter und Kind das Krankenhaus verlassen.

In der Folge eines Kaiserschnitts kann es zu typischen postoperativen Komplikationen kommen, wie beispielsweise. Blutungen, Wundinfektionen, Thrombosen/Embolien oder die Bildung von Verwachsungen im Bereich der Narbe. Hinzu kommt die Gefahr einer Behinderung späterer Schwangerschaften bis hin zur Unfruchtbarkeit.

Seitens des Kindes kommt es nach einem Kaiserschnitt häufiger als bei einer normalen Geburt zu Atemstörungen durch das Verschlucken von Fruchtwasser in die Luftwege (Aspiration) .

Wenn die Mutter innerhalb eines Jahres nach dem Kaiserschnitt erneut schwanger wird, ist es wichtig, dass die Schwangerschaft intensiv ärztlich betreut wird, um rechtzeitig Komplikationen an der Narbe feststellen zu können. Ein erneuter Kaiserschnitt ist nicht zwingend nötig, nur weil die vorangehende Geburt per Kaiserschnitt erfolgte. Grundsätzlich raten Ärzte, höchstens drei Kinder per Kaiserschnitt zur Welt zu bringen.