Morbus Wegener

Erfahren Sie mehr über Morbus Wegener. Als Morbus Wegener (auch Wegener-Granulomatose oder granulomatöse Polyangiitis) wird eine entzündliche Erkrankung der Blutgefäße bezeichnet, die mit Nekrosen sowie einer Manifestierung von Granulomen im unteren (Lunge) und oberen Respirationstrakt (Nasenraum, Oropharynx, Mittelohr) wie auch in den Nieren einhergeht.

Im Initialstadium äußert sich die Erkrankung anhand von schnupfen- bzw. grippeähnlichen Beschwerden wie Kopf- und Gelenkschmerzen, Abgeschlagenheit, Fieber sowie Gewichtsabnahme. Im späteren Verlauf generalisiert die Erkrankung und in den meisten Fällen (etwa 80 Prozent) entwickeln sich Glomerulonephritiden (Entzündungen der Nierenkörperchen) und Mikroaneurysmen in den Nieren.

Die bei Morbus Wegener charakteristische chronische Vaskulitis (Entzündung der Gefäße) führt zu einer Mangeldurchblutung und –versorgung der betroffenen Organe, wobei prinzipiell sämtliche Organsysteme betroffen sein können.