Interventionelle Mammadiagnostik

Erfahren Sie mehr über Interventionelle Mammadiagnostik. Sollte in Ihrer Brust eine Veränderung auffallen, so wird diese bei uns im Institut direkt punktiert und Zellproben entnommen. Dadurch bekommen Sie sofort Klarheit, ob diese gut- oder bösartig ist (so genannte Feinnadelaspiration, FNA). Kommen wir damit nicht zum Ziel, d.h. lässt sich die Art der Veränderung auf diese Weise nicht klären oder handelt es sich um eine dringend tumorverdächtige Veränderung, entnehmen wir nach örtlicher Betäubung einige Gewebezylinder (so genannte Feinnadelbiopsie, FNB) zur feingeweblichen Untersuchung (Histologie) durch den Pathologen. Diese Punktion erfolgt entweder gleich, sofern sie sich im Ultraschall darstellt (sonographisch gesteuerte FNB) oder - wenn sie nur mammographisch sichtbar ist - zu einem gesonderten Termin unter Röntgenkontrolle (digital-stereotaktische FNB).

Leider wird im Allgemeinen nach wie vor zu schnell und zu viel operiert, anstatt unklare Veränderungen durch einen solchen Eingriff (FNA, FNB) ambulant zu klären. Durch die interventionelle Mammadiagnostik bleibt der Patientin bei gutartigen Veränderungen (ca. 70 % der Fälle) eine Operation erspart. Die Veränderung kann dann durch eine Vakuumbiopsie (VB) (Absaugen von Gewebe) bei uns ambulant in wenigen Minuten entfernt werden.

Für alle genannten Interventionen stehen im Institut für Mammadiagnostik moderne sonographische und digital-stereotaktische Geräte zur Verfügung. Bei einem histologisch gesicherten bösartigen Befund oder einer Krebs-Vorstufe muss operiert werden. Wir sorgen zusammen mit Ihrem Frauenarzt dafür, dass dies in einem zertifizierten Brustzentrum geschieht.