Diagnose Demenz

Bei einer Demenz gelingt mit recht einfachen Mitteln eine verhältnismäßig sichere Diagnose. Die typischen Anzeichen der Hirnleistungsstörung, die Art, wie demente Menschen auftreten und eine sorgfältige Untersuchung führen schnell zu dem Verdacht, dass eine Demenz vorliegt.

Die infolge der Demenz entstandenen Gedächtnisdefizite kann man durch neuropsychologische Tests beurteilen. Der zur Diagnose einer Demenz am häufigsten verwendete Test ist die 15-minütige MMSE (Mini Mental State Examination). Als erweiterte Version (SIDAM) dauert die Untersuchung bis zu 30 Minuten. Daneben stehen auch schnellere Tests zur Beurteilung einer Demenz zur Verfügung – und solche, die Schwächen der MMSE auszugleichen suchen: der DemTect (Demenz-Detections-Test) und der TFDD (Test zur Früherkennung von Demenzen mit Depressionsabgrenzung). Diese Tests können besonders im Frühstadium der Demenz wichtige diagnostische Hinweise liefern. Auch wer einem Menschen mit Demenz nahe steht und erste Veränderungen bemerkt hat, kann hilfreiche Informationen zur Feststellung und Beurteilung der Hirnleistungsstörung beisteuern.

Um die Ursachen der Demenz zu klären, folgen weitere Untersuchungen. Zur Basisdiagnostik gehören eine gründliche körperliche Untersuchung, eine Blutuntersuchung sowie der Einsatz bildgebender ( CT, MRT) und elektrophysiologischer Verfahren (EKG). Je nach vermuteter Ursache können auch weitere, spezielle Verfahren zur Diagnose zum Einsatz kommen (z.B. Genanalysen, SPECT oder Hirnwasseruntersuchung).

Die häufigste Form von Demenz, die Alzheimer-Krankheit, ist eine sogenannte Ausschlussdiagnose. Das bedeutet, die Diagnose "Alzheimer-Demenz" erfolgt erst dann, wenn andere Ursachen nicht infrage kommen.