Blutsenkung

Erfahren Sie mehr über Blutsenkung. Blut besteht aus zwei Anteilen: Dem flüssigen Blutplasma und dem festen Anteil, den Blutzellen. Normalerweise sind die festen Blutbestandteile im Blutplasma gelöst. Durch die Blutzirkulation vermischen sie sich mit dem Plasma. Außerhalb des Körpers, zum Beispiel im Reagenzglas oder in Spritzen, setzen sich die festen Bestandteile des Bluts gegenüber der flüssigen Phase ab. Diesen Vorgang bezeichnen Ärzte als Blutsenkung.

Damit sich nach einer Blutentnahme die festen Blutbestandteile nicht sofort vom Plasma absetzen, sind chemische Zusätze notwendig, die eine Blutgerinnung entsprechend unterdrücken. Diese Substanzen heißen Antikoagulanzien oder Gerinnungshemmer. Im Körper selbst sorgen körpereigene Gerinnungshemmer wie Antithrombin III und Heparin dafür, dass das Blut nicht gerinnt.

Wie schnell sich die festen und flüssigen Blutbestandteile voneinander trennen, gibt die sogenannte Blutsenkungsgeschwindigkeit an. Bei einer Blutuntersuchung spielt dieser Blutwert eine wichtige Rolle, denn bestimmte Erkrankungen können die Blutsenkungsgeschwindigkeit beschleunigen oder verlangsamen.

Die Ursache für eine beschleunigte Blutsenkung hängt mit der Produktion bestimmter Eiweiße zusammen. Diese Eiweiße bewirken, dass sich die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) verstärkt zusammenballen und so die Blutsenkung schneller abläuft. Dieses Zusammenballen der roten Blutkörperchen bezeichnet man als Agglomeration – die beteiligten Eiweiße heißen entsprechend Agglomerine.