Anamnese

Erfahren Sie mehr über Anamnese. Die Anamnese ist das Ergebnis einer Erhebung im Rahmen der ärztlichen Tätigkeit. Die Anamnese fasst die Leidensgeschichte eines Patienten aus seiner persönlichen Erfahrung zusammen, die Aufzeichnung besorgt der behandelnde Therapeut. 

Im Rahmen der ärztlichen Sorgfaltspflicht ist zusammen mit einer sorgfältigen Erhebung der Anamnese eine Diagnose möglich, die Voraussetzung einer sachgerechten Therapie werden kann. Die Anamnese wird im Regelfall vor oder spätestens bei der medizinischen Untersuchung erhoben oder ist Teil der Untersuchung, beispielsweise zur Erstellung eines psychopathologischen Befundes.

Meist ist es der Patient selbst, der die Fragen des Arztes beantwortet (sog. Eigenanamnese). Dies ist jedoch nicht immer möglich – etwa, wenn es sich bei dem Patienten um ein Baby handelt oder um eine Person mit Demenz. In diesem Fall erkundigt sich der Arzt bei Angehörigen oder engen Bezugspersonen. Dieses Vorgehen bezeichnet man auch als Fremdanamnese.

Zur Anamnese können auch Fragebögen zum Einsatz kommen. Gerade, wenn der Patient zum ersten Mal in die Praxis kommt, kann ein Fragebogen hilfreich sein, in dem allgemeine Informationen wie Alter, letzte Vorsorgeuntersuchungen oder Medikamenteneinnahme festgehalten werden.

Voraussetzung für eine gründliche Anamnese ist nicht nur, dass der Arzt aufmerksam zuhört und die passenden Fragen stellt – auch das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient spielt eine entscheidende Rolle, damit keine wichtigen Informationen verlorengehen.