AIDS und HIV-Diagnose

Weiße Blutzellen werden im Knochenmark produziert und sind eine wesentliche Komponente des Immunsystems des Körpers. Dringen infektiöse Organismen wie Viren und Bakterien in den Körper ein, stellen weiße Blutzellen den ersten Abwehrmechanismus zur Abtötung der Erreger dar. Die Infektion mit bestimmten Organismen kann jedoch einen ernsthaften Effekt auf das Immunsystem haben.

AIDS oder acquired immune deficiency syndrome, ist eine erworbene Immunschwäche die durch das Humane Immundefizienz-Virus (der HI-Virus) ausgelöst wird. Dieser Virus haftet sich an die Oberfläche von spezifischen weißen Blutzellen, den T-Zellen, und kann sich auf diese Weise replizieren und Virusmaterial produzieren. Im Verlauf werden immer mehr T-Zellen mit dem HI-Virus infiziert und das körpereigene Immunsystem wird geschwächt.

Als Folge können in den Körper eindringende Organismen von den weißen Blutzellen nicht ausreichend bekämpft werden, was zu schweren Erkrankungen führen kann. Zusätzlich gibt es viele Erkrankungen, die HIV-infizierte Personen häufiger im Vergleich zu Personen mit einem intakten Immunsystem entwickeln.

Die Diagnose AIDS wird gestellt, wenn stark erniedrigte Werte von T-Zellen gemessen werden und Antikörper gegen HIV im Bluttest nachweisbar sind. Diese Konstellation suggeriert, dass der HI-Virus im Körper gegenwärtig ist. AIDS-Symptome können auch nach 5-10 Jahren einer HIV-Infektion fehlen.