Von der Empfängnis bis zur Geburt


Erfahren Sie mehr über Von der Empfängnis bis zur Geburt. Was passiert im Körper während der Schwangerschaft? Die Entwicklung eines Babys von der Befruchtung bis zur Geburt.

Ein Spermium schwimmt zu einem Ei im Eileiter. Nach einer "Reise" von bis zu vier Tagen gelangt die befruchtete Eizelle (Zygote) endlich in der Gebärmutter an und bleibt dort bis zu drei Tage, bevor sie sich in die Gebärmutterschleimhaut einnistet: Nachdem sich die Zygote mehrmals geteilt hat, entsteht ein Zellklumpen (Blastozyste), der über die sogenannte Fruchthülle (Chorionzotten) mit dem mütterlichen Kreislauf verbunden wird. Ab diesem Zeitpunkt beginnt langsam die Entwicklung der Organanlagen (Organogenese). Dies passiert in der ersten Woche.

Ab der zweiten Woche wächst das kleine Leben rapide. Die "Anfangsformen" von Gehirn, Rückenmark, Nervensystem sowie den Augen bilden sich heraus. Der "Vorläufer" der Wirbelsäule endet in einem winzigen Schwanzfortsatz. Zu diesem Zeitpunkt gibt es schon Adern, aber noch kein Herz. Dennoch können dort Herzschläge gespürt werden, wo sich das Herz später formt.

In der siebten Woche formen sich die Finger und Zehen des Embryos. Der Schwanzfortsatz verschwindet. Bis zum Ende der achten Woche ist der Embryo drei Zentimeter lang und die Grundlagen für alle Organe sind vorhanden. Die Embryogenese ist damit beendet und die Entwicklung des Fötus (Fetogenese) beginnt.

Der Fötus wächst sehr schnell: sein Gewicht verdoppelt sich bis Ende der zwölften Woche. Die inneren Organen verfügen nun schon über ihre eigenen Funktionen. Der Fötus kann das Fruchtwasser schlucken und es als Urin ausscheiden. Damit wird auch die Nierenfunktion getestet. Das Fruchtwasser wird über das Kresilaufsystem der Mutter gereinigt. In der neunten Woche sehen die äußeren Geschlechtsteile der männlichen sowie weiblichen Föten noch ähnlich aus, aber am Ende der zwölften Woche kann das Geschlecht des Fötus erkannt werden.

Im der 12. bis 15. Woche ist der Fötus etwa 16 Zentimeter lang und circa 120 Gramm schwer. Sein Beine werden immer länger und die Knochen entwicklen sich immer schneller. Mit den Funktionen der Leber, des Magens und des Darms entsteht sogenanntes "Kindspech", das nach der Geburt erst ausgeschieden wird. Auf seiner Haut wächst eine Haarschicht (Lanugine) und sein Herz schlägt etwa zwei mal so schnell wie das seiner Mutter.

Im fünften Monat kann die Schwangere die Kindsbewegungen im Bauch spüren. Nun ist es etwa 25 Zentimeter lang und 500 Gramm schwer. Mann kann auch sein Herz hören, das etwa 120-160 Mal pro Minute schlägt. Zu dieser Zeit verfügt der Fötus schon über die Hörfähigkeit. Vor allem die Stimme der Mutter wird wahrgenommen. Ob allerdings die sogenannte pränatale Erziehung, also zum Beispiel die Beschallung des Fötus mit klassischer Musik, wirklich einen Nutzen hat, und, wie häufig behauptet, den IQ des Kindes erhöhen kann, ist wissenschaftlich umstritten. Vor allem sollte eine solche "Beschallung" nicht während der Ruhephasen des Fötus stattfinden, da dies nur Stress erzeugen würde und der Gesundheit des Fötus schaden könnte.

In der 28. bis 30. Woche ist der Fötus etwa 40 Zentimeter lang und 1700 Gramm schwer. Er bewegt sich in der Gebärmutter. Die Nervensysteme werden weiter vervollkommnet. Die Lunge und andere innere Organe sind funktionsfähig. Im Falle einer Frühgeburt wäre das "Frühchen" jetzt schon überlebensfähig.

In 32. Bis 35. Woche ist der Fötus etwa 45 Zentimeter lang. Sein Gewicht kann in diesen vier Wochen um bis zu 1000 Gramm zunehmen. In der 36. bis 38. Woche nach der Befruchtung wird die Entwicklung des Fötus vollendet. Er ist nun etwa 50 Zentimeter lang und 3000 Gramm schwer. Er hat manchmal Schluckauf und kann an seinen Fingern saugen.

Bei der Geburt, die mehrere Stunden oder sogar einen ganzen Tag dauern kann, wird dann der Fötus mit großen Herausforderungen konfrontiert. Ein gesundes Baby kann alle bei der Geburt möglichen Komplikationen, wie Sauerstoffmangel und Quetschen, überstehen, sofern diese nicht zu lange anhalten. Es heißt, dass auf natürlichem Wege geborene Kinder sich besser an die äußere Welt anpassen können als die durch Kaiserschnitt entbundene, da die bei der natürlichen Geburt freigesetzten Stresshormone beim Kaiserschnitt nicht ausgeschüttet werden.

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