Erste-Hilfe-Tipps: Herzinfarkt und Schlaganfall


Erfahren Sie mehr über Erste Hilfe für Herzinfarkt und Schlaganfall. Auf der Straße, im Kino, beim Einkaufen: Gerät ein Mensch in Not, hat Schmerzen oder wird bewusstlos, gilt es zu handeln, anstatt nur zuzusehen. Denn bis zum Eintreffen des Notarztes vergehen oft wertvolle Minuten. Zeit, die über Leben und Tod des Kranken entscheiden kann.

Alarmieren Sie umgehend den Rettungsdienst über den Notruf 112! Prüfen Sie, ob der Patient bei Bewusstsein ist, ob er atmet oder sich bewegt. Sprechen Sie die Person direkt an und rütteln Sie an den Schultern. Bemerken Sie keine

Lebenszeichen, beginnen Sie mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung. Dafür knien Sie sich neben den Patienten und legen beide Hände übereinander auf den Brustkorb. Mit durchgestreckten Armen und einer Frequenz von 100 bis 120 Druckstößen pro Minute beginnen Sie mit der Herzmassage. Nach je 30 Druckstößen beatmen Sie den Patienten zweimal von Mund zu Mund oder Mund zu Nase. Unerfahrene Ersthelfer können sich auch auf die Herzdruckmassage konzentrieren und die Atemspende weglassen. Fahren Sie mit der Wiederbelebung fort, bis der Notarzt eingetroffen ist.

Ist der Patient bei Bewusstsein, muss das geschwächte Herz entlastet werden. Lagern Sie den Patienten mit erhöhtem Oberkörper oder sitzend. Öffnen Sie enge Kleidung, Hemdkragen, Krawatte oder Gürtel. Schirmen Sie den Patienten unbedingt von Unruhe oder Aufregung ab – Betroffene leiden oft unter Todesangst und werden durch Hektik weiter verunsichert. Bleiben Sie stets in der Nähe des Patienten, reden Sie mit ihm in einem möglichst ruhigen Tonfall und informieren Sie ihn über den aktuellen Stand, zum Beispiel: "Der Krankenwagen ist auf dem Weg." Überwachen Sie die Atmung, bis der Rettungsdienst eingetroffen ist.

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